Achtung Metall.Jugendliche in der Metall-Szene
Die kleine Reportage entstand im Rahmen eines schulischen Arbeitsauftrags.
Die Autorin hatte durch die Ausbildung ihrer Mutter bereits Kontakt zu dem Problemfeld und entschloss sich, daraus ihren Beitrag zu entwickeln
"Ich bin ich"- ein Satz so trotzig wie beliebt. Gern behaupten wir darin unsere Individualität und Einzigartigkeit.Aber manche Sätze werden durch bloßes Wiederholen der darin formulierten Behauptung nicht einfach wahrer. Mode, Fernsehen, Musik... überall erkennen wir Stile, die letztlich also eine Vielzahl von Musikstücken oder Filmen oder Kleidungsstücken zu Stilen...zusammenführen...d.h. also in Gruppen zusammenfassen. Keine einzigartigen Exemplare, sondern nur Vertreter eines Stil umgeben uns. Ist das etwa mit jedem Einzelnen von uns Menschen genauso, wie mit dem, was wir hören, uns ansehen oder was uns kleidet? Was wenn unsere ganze Individualität nur behauptet, eingebildet wird, was ...wenn sie gar nicht wirklich ist? .... Frederike Mayröcker und Ernst Jandl haben sich in den 60ern des letzten Jahrhunderts noch persönlich beeindruckt vom Massensterben des 2. Weltkriegs ein einmaliges Hörspiel-Experiment geschrieben."5 Mann Menschen". Eher ein Sprechgesang als ein Hörspiel im klassischen Sinn spielt das Stück in verschiedenen Szenen mit der Idee, dass der Mensch eben nur ein Massenprodukt ist, nichts Besonderes...und daher auch nichts besonders Wertvolles....und etwas ohne eigenen Wert...schmeißt man fort..., metzelt es nieder...oder...behandelt es eben geringschätzig. Bestenfalls ist dieser Mensch noch als Verbraucher von Bedeutung..."verbrauchte Verbraucher" ( so heißen sie im Stück) landen schließlich auf dem Müll, werden weggeschlossen oder beim Militär verbraucht.Der Mensch wird so zur Nummer, hat keinen Namen.Von Geburt an. Zur Unterscheidung reicht sie zu zählen: Nr.1, Nr.2, Nr.3, Nr.4, Nr.5...SchülerInnen der Berufsfachschule für Medientechnik am Käthe Kollwitz Berufskolleg in Oberhausen haben dieses alte, düstere Hörstück neu interpretiert. Nehmt euch 15 Minuten...und hört selbst. Und dann...nach dem Erschrecken...? Wehrt Euch gegen das Nummern-Dasein.
Dona nobis pacem
a. Dona nobis pacem, pacem.
Dona nobis pacem.
b. Dona nobis pacem.
Dona nobis pacem.
c. Dona nobis pacem.
Dona nobis pacem.
Dona nobis pacem- heißt ins Deutsche übersetzt: Gib uns Frieden. Ein Wunsch, fast wie ein Schrei, der mal lauter mal leiser die Welt erschüttert und dennoch oft ungehört verhallt. Immer aber erst am Rande einer Katastrophe den Menschen entfährt. Der vorliegende Kanon zu drei Stimmen entstammt dem Werk „missa dona nobis pacem“ also einer Messe des Musik-Professors Ernst Pepping von 1948. In Berlin lebend hatte er dort die Erfahrungen einer völlig zerstörten Stadt vertont.
Dazu heißt es in einem anderen Text: „Das Hauptwerk dieser Einspielung, die Missa Dona nobis pacem erschien im November 1948 in Berlin. In einer Zeit und an einem Ort also, welche die Katastrophe der deutschen Geschichte für jedermann hautnah spüren ließen: Zerstörung der Stadt, äußere Not, aufkeimendes Schuldbewusstsein, Befürchtungen einer neuerlichen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den West-Alliierten und der Sowjetunion, Isolationsangst, die nur durch die von englischen und amerikanischen Flugzeugen aufrechterhaltene sogenannte �Luftbrücke� gemildert wurde.
Die Wirkung dieser programmatisch betitelten Messe war eindeutig. Das in seiner eindringlichen, alles andere als gefälligen Tonsprache erschütternde Werk schien all das zu bündeln, was die Menschen in dieser schwierigen Situation bewegte. In den Rezensionen, die sich mit den Uraufführungen der Spandauer Kantorei am 17. und 18.November 1948 unter Gottfried Grote beschäftigten, hieß es �...Hier wird das Erlebnis der Gegenwart auf die Worte des alten lateinischen Messetextes von einem der wenigen wirklich Berufenen in erschütternden Klang umgesetzt�, oder �...In der unorthodoxen Art, mit der hier der lateinische Messetext von den unbegleiteten Stimmen gesungen wird, ist die Fragwürdigkeit einer aus den Fugen geratenen Welt beschrieben.“
Zitiert nach http://www.cantate.de/Komponisten-A-Z/Pepping-Ernst-1901-1981-Dona-nobis-pacem::169.html
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Osterzeit!
Welt lag in Banden, Christ ist erstanden:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Pfingstenzeit!
Christ unser Meister, heiligt die Geister:
Freue, freue dich, o Christenheit!
Ursprünglich wurde o, du fröhliche von einem Mann getextet, der nach einer Typhus –Erkrankung 4 seiner 7 Kinder verlor.Er gründete daraufhin ein Waisenheim für verwahrloste Kinder, für die er 1816 das Lied komponierte.Die eigentliche Textfassung entstand durch einen Gehilfen von Johannes Daniel Falk erst nach dessen Tod 182. Holzschuher übernahm nur die erste Strophe von Falk und textete die beiden anderen in ihrer bis heute gesungenen Fassung.
Vergleichen wir die beiden Fassungen, so wird schnell klar, dass Falk das Lied als Hymne für die 3 wichtigsten christlichen Feste verfasst hatte. Zum reinen Weihnachtslied wurde es erst 1829 durch seinen Gehilfen.
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen Gott Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!